Geschichte

Geschichte des Nachtsichtgeräts

Nachtsichtgeräte nutzen eine Bildwandlerröhre, um die vorhandene Infrarotstrahlung sichtbar zu machen und zu verstärken. Diese Technik wurde jedoch erst um 1940 herum entwickelt. Darum gibt es Nachtsichtgeräte erst seit dem zweiten Weltkrieg. Diese Geräte der sogenannten 0. Generation waren noch ziemlich sperrig und brauchten zwingend einen eigenen Infrarotstrahler, was sie für andere Nachtsichtgeräte leicht auffindbar machte.

Im Vietnamkrieg kam dann sporadisch die 1. Generation von Nachtsichtgeräten zum Einsatz, die handlicher waren, aber noch nicht ausgereift genug, um einen wirklichen taktischen Vorteil zu liefern. Immerhin kam sie in vielen Situationen ohne eigenen Infrarotstrahler aus.

In den 1970er Jahren folgte dann die 2. Generation, die mithilfe einer sogenannten Mikrokanalplatte nun eine deutlich größere Lichtverstärkung erreichte. Da man sich auf den Nahfokus konzentrieren konnte, wurden sie zudem handlicher. Allerdings wurde das Bild verrauschter und die Auflösung anfangs sogar schlechter.

Die 3. Generation folgte in den 1980er Jahren und war nun endlich so ausgereift, dass das amerikanische Militär Nachtsichtgeräte im Golfkrieg im großen Maßstab einsetzte.

Diese Generation nutzt in den letzten Jahren oft auch eine Kombination aus Wärmebilddarstellung und Restlichtverstärkung. Wärmebildgeräte zeigen die Umgebung in verschiedenen Farben an, die von der Temperatur eines Gegenstandes abhängt. Sie erlauben es, in gewissem Maße durch Nebel und Pflanzenbewuchs zu sehen, erschweren eine Orientierung aber manchmal durch die farbliche Vielfalt. Eine Überlagerung beider Bilder, die in modernsten Geräten mit einem Kleincomputer noch bearbeitet werden kann, stellt darum eine gute Kompromisslösung dar.

In Zukunft wird man den Blickwinkel der Nachtsichtgeräte erhöhen (derzeit maximal 50 Grad) und das sogenannte mittlere oder ferne Infrarotlicht mit bis zu einem Millimeter Wellenlänge nutzen.

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