Zeiss

Nachtsichtgeräte von Zeiss

Wer im Internet nach Nachtsichtgeräten des traditionsreichen deutschen Herstellers Zeiss sucht, wird schnell auf das Fero 51 stoßen, das seit den 1970er Jahren bei der Bundeswehr in großer Stückzahl im Einsatz ist. Diese Infrarot-Nachtsichtgeräte werden immer wieder ausgemustert und sind dann für um 200 Euro bei Ebay und Onlineshops erhältlich. Die Qualität des Gerätes ist an seinem Ursprungspreis von 8.000 Euro abzulesen. Das Fero 51 macht zwar Infrarotlicht sichtbar, verfügt jedoch über keine eingebaute Lichtverstärkung, so dass ein Infrarotstrahler für den nächtlichen Betrieb Bedingung ist.

Anders sieht es da beim aktuellen Zeiss Victory NV aus. Dieses liefert mit einem Bildwandler der Generation 2+ bis zu 20.000fache Lichtverstärkung, erlaubt eine bis zu 5,6x-Vergrößerung und bringt eine integrierte Infrarotquelle in Form einer LED mit. Die Verstärkerleistung kann stufenlos an die Lichtverhältnisse angepasst werden. Dafür kostet das Zeiss Victory NV aber auch rund 4.500 Euro und ist damit für Einsteiger ganz sicher nicht geeignet.

Das Victory NV ist das einzige Nachtsichtgerät, das Zeiss laut seiner Homepage aktuell im Angebot hat. Das war jedoch nicht immer so – gerade im zweiten Weltkrieg kamen viele Nachtsichtgeräte und sogar Wärmebildgeräte der Firma Zeiss zum Einsatz. Darunter das „Donau 60“, auch Wärmepeilgerät genannt, mit dem feindliche Panzer in bis zu 7500 Meter Entfernung geortet werden konnten. In den 60er Jahren gab es dann das NSG-66, ein binokulares Gerät mit gleich zwei Bildwandlern, das eine sehr gute Tiefenwahrnehmung ermöglichte und sich damit besonders für Arbeiten im Dunkeln eignete.

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