Technik
Nachtsichtgerät selber bauen
Wenn man sich die Preise von Nachtsichtgeräten anschaut, kommt man schnell auf die Idee, ob man sich ein solches Gerät nicht auch selbst bauen kann. Die Antwort ist: Ja!
Allerdings darf man nicht zuviel erwarten. Sofern man nicht eine abgeschlossene Ausbildung als Elektrotechniker besitzt oder in diesem Bereich sehr bewandert ist, liegen echte Restlichtverstärkung oder Wärmebilddarstellung leider außerhalb der Möglichkeiten.
Mit etwas Geschick, einem Lötkolben und ein bisschen Zubehör ist aber durchaus einiges möglich. Man braucht für ein gutes Ergebnis auf jeden Fall einige Infrarot-LEDs, die als unsichtbare Lichtquelle dienen. Je höher die Leistung der LEDs und je mehr man davon einsetzt, desto besser. Man muss es aber auch nicht übertreiben. Fünf bis zehn LEDs mit je 200 mW sollten ausreichen.
Um das auf diese Weise gespendete, für Menschen unsichtbare Licht darzustellen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zwei davon wollen wir hier beleuchten. Entweder nutzt man einen alten Camcorder, bei dem man den Infrarot-Filter vor dem CCD-Sensor ausbaut. Auf diese Weise nimmt der Sensor auch Infrarotstrahlung wahr und kann mit dem Licht der LEDs arbeiten. Das so gewonnene Bild kann man dann mit dem Camcorder gleich aufzeichnen.
Alternativ kann man auch eine sogenannte „Ultra-Low-Lux“-Minikamera einsetzen. Auch diese Geräte sind in der Lage, Infrarotstrahlung sichtbar zu machen. Hier braucht man jedoch noch ein Wiedergabegerät. Soll das Nachtsichtgerät transportabel bleiben, kann man beispielsweise den Sucher einer alten VHS- oder Mini-DV-Videokamera ausbauen und zweckentfremden.
Es versteht sich von selbst, dass man derlei Eigenbauten nur anfertigen sollte, wenn man in der Materie bewandert genug ist.