Aufnahmen

Fotografieren mit Nachtsichtgeräten

Tier- oder Pflanzenaufnahmen, Schnappschüsse auf späten Familienfeiern oder Naturaufnahmen bei Nacht – früher oder später stellt sich jedem Hobby- oder Profifotograf die Frage: Blitz oder längere Belichtungszeit? Die Gefahr, ein Bild mit langer Belichtungszeit zu verwackeln, ist gerade bei spontanen Aufnahmen ein K.O.-Kriterium. Andererseits verscheucht der Blitz das scheue Reh und lässt Tante Ritas Augen rot, ihre Haut bleich und den Hintergrund pechschwarz erscheinen. Das sorgt für Fotos, die eher an Polizeiaufnahmen erinnern und die fröhliche Stimmung nicht einfangen können.

Was aber tun, wenn einfach zu wenig Licht vorhanden ist? Digitale Fotokameras nutzen für ihren sogenannten Nachtsichtmodus den gleichen „Trick“ wie digitale Camcorder. Indem sie den Infrarotfilter zur Seite klappen, der ihren CCD-Sensor tagsüber vor Überbelichtung schützt, nutzen sie das vorhandene Licht besser aus. Aber auch ohne Infrarotfilter vor dem Sensor werden die Beleuchtungszeiten für ein gutes Bild schnell zu lang für bewegte Motive. Und die gute alte Spiegelreflexkamera, die noch immer von vielen Fotografen bevorzugt wird, hat diese Möglichkeit erst gar nicht.

Doch auch für Spiegelreflexkameras gibt es Lösungen, die dem Nachtmodus einer Digitalkamera sogar überlegen sind: ein echtes Nachtsichtgerät als Zwischenbaugerät. Ein solches wird von verschiedenen Markenherstellern angeboten und kann zwischen Kamera und Objektiv gesteckt werden. Dieser Geräte sind jedoch ziemlich kostspielig und geben dem Bild, vor allem, wenn sie eine eigene Infrarotlampe nutzen einen Grünstich. Vom zusätzlichen Gewicht der Kamera ganz zu schweigen.

Eine Alternative kann es sein, eine Kamera zu nutzen, die zu extrem hohen ISO-Werten fähig ist. Bei Werten von bis zu ISO 25600 reicht schon wenig Licht für ein scharfes Bild.

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