Jäger-Latein?

Nachtsichtgeräte für Jäger

Wer des Nachts auf die Pirsch gehen möchte, muss beim Einsatz eines Nachtsichtgerätes auf viele Punkte achten. Am Anfang steht die Frage nach der Art des Gerätes. Im Idealfall möchte der Waidmann natürlich die Hände frei haben, um das Gewehr schnell bereitmachen und abfeuern zu können.

Die für einen Jäger oder Förster optimale Lösung wäre darum ein Nachtsichtgerät, das auf die Waffe selbst montiert wird und ihm erlaubt, das Wild direkt durch diese sogenannte Nachtziellösung aufs Korn zu nehmen. Waffenhalterungen für Nachtsichtgeräte sind jedoch in Deutschland untersagt, ebenso wie die nächtliche Jagd. Ihr Besitz bzw. die Einfuhr sind nach dem Waffengesetz verboten. Diese Lösung kommt also nur bei Jagden im Ausland in Frage.

Bleibt für freie Hände die Nachtsichtbrille. Obwohl man die meisten dieser Geräte leicht in der Halterung hochklappen oder das Nachtsichtgerät abnehmen kann, gerät so eine Brille leicht beim Zielen in den Weg, vor allem, wenn zudem ein Zielfernrohr Verwendung findet.

Nachtsichtgeräte mit einem oder zwei Okularen, eventuell durch einen Infrarotstrahler verstärkt, leisten ebenfalls wertvolle Dienste, um Wild aufzuspüren, müssen jedoch abgesetzt werden, bevor geschossen werden kann.

Auf jeden Fall sollten für die Jagd verwendete Nachtsichtgeräte dringend über eine sogenannte Schock- und Lichtblitzfestigkeit verfügen. Bei der Pirsch kann so ein Gerät schnell mal einen Schlag abbekommen oder herunterfallen. Außerdem kann das Mündungsfeuer billigere Geräte, die über keinen Blitzschutz verfügen, überlasten oder beschädigen – was nicht nur für den Geldbeutel sehr ärgerlich ist. Auf der Pirsch ist ja selten schnell an Ersatz heranzukommen.

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