Restlichtverstärker

Nachtsichtgeräte mit Restlichtverstärker

Der Begriff Restlichtverstärker macht schon deutlich, was ein Nachtsichtgerät mit dieser Technik leistet: Es verstärkt das vorhandene Licht. Auf diese Weise ist ein Nachtsichtgerät in der Lage, mit sehr wenig Licht, beispielsweise in einem fast dunklen Raum oder im Freien bei Nacht, trotzdem ein klares Bild der Umgebung zu zeigen.

Da jede Lichtquelle verstärkt wird, besteht bei einem Rechtlichtverstärker immer die Gefahr, dass ein plötzliches helles Licht das Gerät überlastet. In diesem Fall kann der Nutzer kurzfristig geblendet werden und billige Geräte können Schäden davontragen. Hochwertigere Geräte – die allerdings schon einige Hundert Euro kosten – besitzen meist einen eingebauten Begrenzer, der solche Spitzen abfängt.

Wie kann ein Nachtsichtgerät nun die Nacht zum Tag machen? Zu diesem Zweck wird ein sogenannter Bildverstärker eingesetzt. Es handelt sich bei diesen Geräten um Elektronenröhren, die aus einer Photokathode und einem phosphorbeschichteten Leuchtschirm bestehen. Die Photokatode reagiert auf Lichteinfall, indem sie Elektronen aussendet. Diese Elektronen werden durch ein Feld mit hoher elektrischer Spannung beschleunigt und rufen so beim Auftreffen auf dem Leuchtschirm einen Lichtpunkt hervor. Geräte mit dieser Technik können eine Lichtverstärkung von bis zum 8.000fachen erreichen.

Moderne Geräte nutzten zwischen Photokatode und Leuchtschirm noch eine Mikrokanalplatte. Diese Platte vervielfacht und verstärkt die Elektronen und sorgt so für ein noch helleres Bild. Auf diese Weise können Geräte der 2. und 3. Generation eine Lichtverstärkung auf das bis zu 60.000fache erreichen. Das Licht einer einzelnen Kerze reicht dem Nachtsichtgerät also aus, um alles wie an einem strahlenden Sonnentag darzustellen und das Licht in einer Vollmondnacht erscheint so hell wie ein klarer Wintertag.

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