Wärmebilddarstellung

Nachtsichtgeräte mit Wärmebilddarstellung

Die meisten Nachtsichtgeräte nutzen einen sogenannten Lichtverstärker, um das vorhandene, spärliche Licht zu verstärken und so auch nachts oder im Dunkeln klare Bilder liefern zu können. Dabei nutzen sie auch das nahe Infrarotlicht (Wellenlänge 780nm bis 3.000nm) als zusätzliche Lichtquelle.

Nachtsichtgeräte mit Wärmebilddarstellung greifen ebenfalls auf Infrarotstrahlung zurück, die für den Menschen unsichtbar ist. Allerdings nutzen sie das mittlere Infrarot mit einer Wellenlänge von 3.000nm bis 50.000nm für ihre auch als Thermografie bezeichneten Aufnahmen.

Jeder Gegenstand sendet, selbst bei Minustemperaturen, Wärmestrahlung aus. Je höher die Temperatur, umso geringer wird die Wellenlänge der ausgesendeten Strahlung. Wenn etwas zu glühen beginnt, hat sich die Wellenlänge so stark verkürzt, dass die Wärmestrahlung den Infrarotbereich verlässt und nun für Menschen sichtbar ist.

Wärmebildkameras müssen in der Regel über eine eingebaute Kühlung verfügen, was sie schwerer macht und sie sind erheblich kostspieliger als Nachtsichtgeräte mit Restlichtverstärker. Dafür haben sie den Vorteil, dass sie auch bei Tag nutzbar sind, denn Sonnenlicht stört ihre Funktionsweise nicht.

Gerade im militärischen Bereich oder bei der Suche nach vermissten Personen zeigen Nachtsichtgeräte mit Wärmebilddarstellung ihre großen Stärken. Das verwendete mittlere Infrarot durchdringt beispielsweise Nebel und der deutlich wärmere Körper eines Feindes oder Vermissten kann auch in dichtem Gebüsch leicht ausgemacht werden.

Außerdem funktionieren Wärmebildkameras sogar im völligen Dunkel, da sie die Wärmestrahlung der Umgebung auffangen und in sichtbares Licht umwandeln. Die Orientierung und Bewegung kann jedoch erschwert sein, weil ein Wärmebild nicht farbecht ist, sondern die unterschiedlichen Temperaturen als unterschiedliche Farben von Weiß (heiß) über Gelb, Rot und Blau bis Schwarz (eher kalt) darstellt.

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